Unser neues Kunstwerk

 

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Vor einigen Jahren starb unsere langjährige Kollegin Andrea Steegmann.

Da sie sich unserer Schule sehr verbunden fühlte, entschied sich die Familie, auf Kranz- und Blumenspenden zu verzichten. Stattdessen bat man um eine Spende für den Förderverein der Katholischen Grundschule Bensberg. Es kam eine so stattliche Summe zusammen, dass unser Kollegium beschloss, einen Teil davon nicht für neue Unterrichtsmittel zu verwenden, sondern für ein bleibendes Kunstobjekt anzulegen, das an Frau Steegmann erinnern sollte.
Unserer Kollegin war es immer wichtig, die Schüler aktiv am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen. Deshalb wollten wir kein fertiges Objekt "kaufen", sondern vielmehr unsere jetzigen Schüler am Entstehungsprozss des Kunstwerks beteiligen und sie mit einer "richtigen" Künstlerin zusammen arbeiten lassen.
Wir konnten die Künstlerin Veronika Moos-Broichhagen für unser Vorhaben gewinnen und entwickelten in gemeinsamen Vorgesprächen die Idee, ein Kunstobjekt für unser Schulhaus zu gestalten.
Da Frau Steegmann eine engagierte Religionspädagogin war, entschieden wir uns für das christliche Symbol des Kreuzes.
Weil jedoch nicht alle Kinder unserer Schule katholisch sind, wollten wir durch eine abstrakte Darstellung des christlichen Kreuzes den verschiedenen Weltanschauungen gerecht werden.

Leider mussten wir von der ursprünglichen Idee textiles Material zu verwenden, aus Sicherheitsgründen Abstand nehmen.
Das nun gewählte Arbeitsmaterial waren Gips und Metall.

Religionspädagogische Überlegungen

In der Fastenzeit bearbeiteten die Religions- und Klassenlehrerinnen im Unterricht mit den Schülern das Thema "Leid und Kreuz". Wir setzten uns mit folgenden Fragen auseinander:

Welche Bedeutung hat das Symbol des Kreuzes für uns heute?
Was belastet, bedrückt uns in unserem Alltag?
Welches Geheimnis macht unser Leben schwer?

Die Begriffe Entwicklung, Verwandlung und Auferstehung waren ganz wesentliche Aspekte in unseren Unterrichtsgesprächen.
Über die Materialerfahrung (hart und weich, schwer und leicht) sollte den Schülern nun in sinnbildlicher Weise das christliche Kreuz erfahrbar gemacht werden. Der Prozess vom Leidensweg zur österlichen Freude sollte für die Kinder nachvollziehbar werden.

Praktische Durchführung

Zunächst erhielt jedes Kind in unserer Schule ein Stück Metallfolie. In dieses Material konnte es seine eigenen Sorgen und Geheimnisse einritzen oder auf ein Blatt Papier aufschreiben oder aufmalen. Diese Beiträge wurden dann mit der Folie zu einem kleinen Päckchen gefaltet und mit einem Draht fest verschnürt. Anschließend drückten die Kinder das harte Päckchen in eine Form mit einer weichen Gipsmasse, die sie selber angerührt hatten.

Nach einigen Wochen gestaltete die Künstlerin alle Gipsplatten zu einem Gesamtkunstwerk. An der großen Flurwand in unserem Treppenhaus konnte es schließlich befestigt werden.

Am 22. Juni wird das Kunstwerk von Pfarrer Janßen eingeweiht werden. Es wird alle, die in unserer Schule ein- und ausgehen, sicher noch lange in würdiger Weise an Andrea Steegmann erinnern.

An dieser Stelle bedanken wir uns sehr herzlich bei Familie Steegmann, bei der Künstlerin Veronika Moos-Broichhagen sowie bei all denen, die auf verschiedene Weise geholfen haben, dieses Projekt zu ermöglichen.

A. Ratajski               zurück